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FAQ

Das Pflegestärkungsgesetz II – für Menschen gemacht

Seit dem 1.1.2017 gilt das Pflegestärkungsgesetz II (kurz auch „PSG II“). Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes wurde das Leistungsspektrum der Pflegekassen insbesondere für Menschen mit einer Demenz erweitert und verbessert. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) schätzt im neuem Begutachtungsverfahren die Fähigkeiten und den Grad der Selbständigkeit der betroffenen Personen ein und ermittelt einen Pflegegrad.

Über den beigefügten Pflegegradrechner haben Sie die Möglichkeit Ihren Leistungsanspruch zu ermitteln.

Wir wollen, dass Sie immer bestens informiert sind und helfen Ihnen gerne bei der Beratung und Berechnung ihres Leistungsanspruches. Unsere Einrichtungsleitungen stehen Ihnen für eine kompetente und unverbindliche Beratung gerne zur Verfügung.

Kontaktieren Sie uns einfach und nehmen Sie unser Beratungsangebot wahr! Wir freuen uns auf Sie!

zum Pflegegradrechner

Weitere Informationen finden Sie hier in unserer Broschüre zum Download

Die häufigsten Fragen

F: Wer sind meine Ansprechpartner?

A:
Pflegedienstleitung
Sigrid Schilling
Tel.:07141/568-430
Fax:07141/568-500
s.schilling@haus-edelberg.de

Verwaltung
Claudia Lange
Tel.:07141/568-430
Fax:07141/568-500
ambulante-pflege@haus-edelberg.de

F: Weitere FAQs speziell für den ambulanten Pflegedienst?

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Fragen zum Thema Pflege

F: Was bedeuten die Begriffe „Pflegestufe“ / „Pflegegrad“?

A: Um die individuelle „Pflegebedürftigkeit“ von Personen, die auf Hilfe angewiesen sind, möglichst exakt fassen und beschreiben zu können, hatte der Gesetzgeber Kriterien bestimmt, nach denen jeder pflegebedürftige Mensch dem Grad seiner Pflegebedürftigkeit nach eingestuft werden konnte.

Die Eingliederung in die sogenannten Pflegestufen erfolgte danach, wie viel Zeit ein nicht in der Pflege geschulter Mensch zur Pflege und Betreuung benötigen würde; je höher der Zeitaufwand, desto höher die Pflegestufe.

Seit dem 01.01.2017 ist das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten. Statt ehemals drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade. Diese bilden den Unterstützungsbedarf eines Menschen besser als bislang ab. Im Zentrum des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs steht der pflegebedürftige Mensch, seine Selbständigkeit und seine Fähigkeiten, unabhängig davon ob er wegen körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen auf die Unterstützung durch Andere angewiesen ist. Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt.

F: Wie definieren sich die Pflegegrade?

Je nachdem in welchem Ausmaß die Selbständigkeit und Fähigkeiten eines Menschen beeinträchtigt sind, ergibt sich hieraus einer der fünf Pflegegrade. Diese Grade bilden die Bandbreite von Pflegebedürftigkeit ab. Hier finden Sie die Definition zu den einzelnen Graden:

Pflegegrad 1

Voraussetzung für den Pflegegrad 1 ist, dass in der Begutachtung geringe Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 2

Voraussetzung für den Pflegegrad 2 ist, dass in der Begutachtung erhebliche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 3

Voraussetzung für den Pflegegrad 3 ist, dass in der Begutachtung schwere Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 4

Voraussetzung für den Pflegegrad 4 ist, dass in der Begutachtung schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 5

Voraussetzung für den Pflegegrad 5 ist, dass in der Begutachtung schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden, die besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung stellen.

Weitere ausführliche Informationen zum Begutachtungsinstrument oder der Berechnung der 5 Pflegegrade finden Sie auf der offiziellen Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit:

F: Wie beantrage ich eine Pflegestufe?

A: Wenn Sie vor dem Einzug eine Pflege-Einstufung beantragen möchten, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit Ihrer Pflegeversicherung auf, am besten telefonisch, und fordern Sie dort das Antragsformular für die Einstufung an. Senden Sie das ausgefüllte Formular zurück an Ihre Pflegeversicherung, die auf Grundlage Ihres Antrags die – unter Einbezug des Medizinischen Dienstes – das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit prüft.

Wenn bei Einzug noch keine Pflege-Einstufung festgelegt wurde, helfen wir Ihnen gerne bei der Antragstellung. Ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nimmt im Auftrag der Krankenkassen und Pflegeversicherung die Einstufung vor. Hierfür prüft der Mitarbeiter des MDK auf Grundlage gesetzlich vorgegebener Kriterien das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit. Das Ergebnis wird direkt an Ihre Pflegeversicherung weitergeleitet, die Ihnen mitteilt, ob ein Pflegegrad vorliegt, wenn ja welcher und welche damit verbundenen Leistungen aus der Pflegeversicherung bewilligt werden.

F: Wie setzen sich die Kosten für einen Pflegeplatz zusammen?

A: Die Kosten für einen Pflegeplatz setzen sich aus den Kosten für die allgemeine Pflege, für die Unterkunft sowie die Verpflegung und aus den Investitionskosten zusammen.

Pflegekosten / Einheitlicher Eigenanteil:

Liegt die Einstufung in einen Pflegegrad vor, übernimmt die Pflegeversicherung einen Teil der Pflegekosten. Hierzu gehören alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Pflege und Betreuung des Bewohners entstehen. Seit dem 1. Januar 2017 gilt in jeder vollstationären Pflegeeinrichtung nun ein einrichtungseinheitlicher Eigenanteil für die Pflegegrade 2 bis 5. Das heißt, Betroffene im Pflegegrad 5 zahlen für die Pflege genauso viel zu wie Betroffene im Pflegegrad 2.

Unterkunft und Verpflegung:

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung trägt der Bewohner bzw. deren Angehörige selbst. Reichen die Rücklagen nicht aus, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, s. hierzu auch Frage „Wer trägt die Kosten für einen Pflegeplatz?“.

Investitionskosten:

Die Investitionskosten sind von dem Bewohner aus eigenen Mitteln aufzubringen. Wenn hierzu die eigenen Einkünfte und das Vermögen nicht reichen, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. (siehe Frage „Wer trägt die Kosten für einen Pflegeplatz?“)

Ausbildungsumlage:

In einigen Bundesländern wird pro Tag eine Ausbildungsumlage erhoben, um die Ausbildung in der Pflege zu finanzieren. Dabei handelt es sich um landesweite, gesetzliche Regelungen, die in jeder Pflegeeinrichtung des Bundeslandes gleichermaßen gelten.

Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch über die Kosten und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

F: Wer trägt die Kosten für einen Pflegeplatz?

a. Langzeitpflege / Dauerpflege:

Den einheitlichen Eigenanteil sowie die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten trägt der Bewohner bzw. deren Angehörige selbst. Reichen die Rücklagen nicht zur Finanzierung des Eigenanteils aus, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, allen voran die Sozialhilfe. Diese kann auf Antrag gewährt werden. Wichtig für den Zeitpunkt der Leistungsgewährung ist das Datum der Antragstellung. Setzen Sie sich daher bitte frühzeitig mit uns in Verbindung, falls Sie Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen möchten.

Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

b. Verhinderungs- und Kurzzeitpflege (Urlaubspflege):

Stationäre Pflege für einen kürzeren Zeitabschnitt kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn der pflegende Angehörige über einen gewissen Zeitraum nicht verfügbar ist (Urlaub, Kur- oder Krankenhausaufenthalt).

Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2-5, die zuhause durch Angehörige oder einen zugelassenen Pflegedienst gepflegt werden, haben für die Kurzzeitpflege in einer Pflegeeinrichtung einen jährlichen Anspruch auf 1.612,00€ (§ 42 SGB XI).

Zusätzlich stehen Ihnen Verhinderungspflegeleistungen zu ($ 39 SGB XI) die, wenn Sie diese nicht nutzen, ebenfalls für die Kurzzeitpflege verwendet werden können. Dadurch stehen Ihnen für die Kurzzeitpflege insgesamt sogar 3.22.4,00€ monatlich zur Verfügung.

Da dieser Betrag für die reinen Pflegekosten eingesetzt werden darf, Sie in der Kurzzeitpflege aber auch die sog. Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten bezahlen, steht Ihnen zu Ihrer Entlastung ein zusätzlicher Betrag zu. Mit diesem Entlastungsbetrag in Höhe von 125,00€ monatlich können Sie Ihre Kosten reduzieren ( § 45b SGB XI).

Bitte beachten Sie, dass der Anspruch unwiderruflich verfällt, wenn Sie ihn nicht abrufen. Auch für andere Leistungen können Sie diese Beträge nicht einsetzen.

c. Tages- und Nachtpflege:

Für die Zeit, in der Pflegebedürftige der Pflegegrade 2–5 zuhause gepflegt werden, können Sie zusätzlich die Leistungen der Tages- und Nachtpflege nutzen.

Dafür stehen Ihnen in Abhängigkeit Ihres Pflegegrades zwischen 689,00€ und 1.995,00€ monatlich zur Verfügung. Diesen Anspruch erhalten Sie zusätzlich zu den Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege.